Samsung QMR - QMR-A und QMR-B und jetzt noch QBB- und QMB?

Viele Kunden fragen uns in den letzten Monaten vermehrt, warum es bei Samsung von einigen Serien mittlerweile so viele unterschiedliche Gerätebezeichnungen gibt. Warum würde aktuell beinahe im Monatsrhythmus eine neue Gerätebezeichnung auftauchen? Wer soll da eigentlich noch den Überblick behalten? Wir nicht und deshalb haben wir das einfach mal komplett für Sie und auch für uns aufbereitet. Gerne möchten wir allen Kunden diese Fragen beantworten und hoffen, Ihnen damit weiterhelfen zu können.

Bitte beachten Sie: seit Ende Mai 2022 gibt es nun auch die neuen und vollwertigen Nachfolgerserien QBB- und QMB-Displays auf dem Markt. Erfahren Sie hier direkt, was diese neue Serien nun an Möglichkeiten bieten.

Wie Sie bereits aus der Presse mitbekommen haben, gibt es aktuell enorme Lieferschwierigkeiten bei verschiedenen Herstellern. Viele Bauteile, wie z.B. Chipsätze und Anschlüsse konnten und können aufgrund der aktuellen Situation nicht produziert werden, ganze Werke mussten schließen und / oder heruntergefahren werden. Viele Hersteller sehen sich nicht mehr in der Lage, aufgrund der vielen fehlenden Bauteile, bestehende Serien weiterhin zu produzieren und liefern nun neue Serien aus und stampfen diese sofort wieder ein, wenn auch hier nicht mehr genug Bauteile verfügbar sind. Gerade Samsung, bei denen die Nachfrage weiterhin ungebrochen groß ist und die einen solch hohen Bedarf haben, sind dementsprechend besonders von diesen Problemen betroffen.
 
In den letzten Wochen wurden alle Händler in Deutschland informiert, dass alle offenen Bestellungen zur QMR-Serie endgültig storniert wurden. Auch die QBR-Serie wurde offiziell als End of Life (EOL) gemeldet und es wird wohl keinen neuen Wareneingang mehr geben. Als Übergangslösung hatte Samsung bereits in Q3/2021 die QMR-A-Serie veröffentlicht. Im Gegensatz zur QMR-Serie, wurde bei der QMR-A-Serie der DVI-Anschluss und der HDMI-Ausgang weggelassen, da diese beiden Anschlüsse zurzeit nicht verfügbar oder extrem knapp sind. Grundsätzlich sind beide Anschlüsse für 99% aller Kunden nicht relevant: Der HDMI-Ausgang wäre nur notwendig, wenn Sie die QMR-A Geräte als Videowall einsetzen möchten, doch dafür gibt es von Samsung weiterhin echte Videowall-Displays mit deutlich dünnerem Rahmen. Einen anderen Einsatzzweck hatte der HDMI-Ausgang nicht. Auch der DVI-Anschluss wird heute nur noch sehr selten in Firmen benötigt, da man mit DisplayPort und HDMI heute die beiden wichtigsten Anschlüsse, für die Verbindung mit Notebooks und PCs zur Verfügung stellen kann.
 
Hier eine kleine Übersicht:
 
 Samsung QMR-Serie, Samsung QMR-A und Samsung QMR-B Anschlüsse fallen wegn

Im Vergleich zur QMR-Serie fehlt der QMR-A-Serie -> HDMI out, DVI (sonst keine weiteren Einschränkungen)
Im Vergleich zur QMR-Serie fehlt der QMR-B-Serie -> HDMI out (nur der QM85R-B hat noch ein HDMI out)DVI, Bluetooth. Zusätzlich wird bei der QMR-B-Serie nur noch das 2,4 GHz WLAN zur Verfügung stehen.
 
Das Gleiche gilt für die QBR-Serie – hier gab es jedoch keine QBR-A-Serie, sondern hier wurde direkt auf QBR-B-Serie gewechselt. Die Abstriche sind dieselben, wie bei der QMR-B-Serie.
 
Wir empfehlen deshalb all unseren Kunden jetzt noch ein Display aus QMR-Serie zu kaufen, beziehungsweise dann auf die QMR-A-Serie zu wechseln, insofern es keine QMR-Geräte mehr aus dieser Serie gibt. Erst wenn man in beiden Serien nicht mehr fündig wird, sollte ein Wechsel auf die QMR-B-Serie vorgenommen werden. Man könnte zwar auch direkt auf die QMR-B-Serie switchen, teilweise sind diese Displays auch etwas günstiger, aber die fehlende Bluetooth-Verbindung ist für viele Kunden schon ein Problem, da diese gerade in Meeting- und Konferenzräumen doch sehr gerne eingesetzt wurde. Das fehlende 5GHz WiFi werden wohl nicht alle Kunden bedauern, auch wenn die Datenübertragungsgeschwindigkeit im 5GHz Bereich deutlich höher und zudem weniger anfällig für Störungen ist. Zum Thema wegfallende Anschlüsse haben wir das ja bei der QMR-A-Serie bereits genauer ausgeführt: diese werden 99% aller Kunden nicht benötigen, da diese eher selten verwendet wurden. Auch bei der QBR-Serie empfehlen wir die gleiche Vorgehensweise. Erst nach der QBR-Serie Ausschau halten und dann auf die QBR-B-Serie wechseln.

Ist die QMR-B oder QBR-B dann wirklich so viel schlechter? Nein, am Ende sind es dann eben doch nur Kleinigkeiten, die nicht alle Kunden benötigen. Das Display und die Qualität an sich ist dabei unverändert. Da braucht man sich keine Gedanken zu machen. Das sind auch keine Displays 2. Klasse. Es ist eigentlich alles identisch, es fehlen halt nur ein paar Kleinigkeiten. Warum erklären wir es dann so genau? Ein Signage-Display kauft man sich selten nur für ein Jahr - meist ist es eine langfristige Investition und Kapitalbindung und da sollte jeder im Vorfeld wissen, auf was verzichtet werden muss. Auch wenn das 5GHz WiFi-Netz nicht unbedingt relevant erscheinen mag, ist es in großen Firmen oder in Umgebungen mit viel WLAN-Geräten dennoch sehr wichtig, da es viel weniger Störungsanfällig ist und dadurch insbesondere bei Remote-Verbindungen zuverlässiger arbeitet. Viele Kunden wollen eben auch zurecht das beste und meiste für Ihr Geld und solange das noch möglich ist, sollte diese Chance jeder nutzen können. Doch eines ist klar: Man kann die Situationen auf dem Weltmarkt nicht einfach mal ändern, auch wenn wir das alle wohl gerne machen würden. Noch gibt es Geräte aus der kompletten Serie, doch der Bestand ist nicht unendlich und so wird es dann eben zu Veränderungen kommen und damit kann und muss dann auch leben. Aber solange man daran noch etwas ändern kann, unterstützen wir Sie gerne bei der Auswahl des richtigen Displays.

Die QBR-B- und QMR-B-Serie sind eine Übergangslösung und werden deshalb auch nur in Q1/2022 produziert. Im Laufe des Q2/2022 wird es dann wohl hoffentlich wieder einen vollwertigen Nachfolger für die QMR-Serie geben, ohne Abstriche bei Anschlüssen oder beliebten Funktionen. 

Update 09.06.2022

Seit wenigen Wochen sind die Nachfolgeserien für die QMR- und QBB-Serien auf dem Markt erhältlich. Mit der brandneuen QMB- und QBB-Serien stehen Ihnen nun wieder zwei vollwertige Geräteserien zur Verfügung. Neu ist jedoch, dass man mit beiden Serien jetzt auch die Möglichkeit hat, bestimmte Logitech Videokonferenzkameras mit der QMB- und QBB-Displays zu verbinden und über eine integrierte App nativ Videokonferenzen über das Display tätigen zu können. Zusätzlich wurde in beide Serien SmartView+ integriert, wodurch man BYOD-Meetings jetzt ganz umkompliziert über das Display zur Verfügung stellen kann. So können sich über SmartView+ bis zu vier Teilnehmer gleichzeitig mit dem Display verbinden und das über AirPlay, Windows und Miracast. Durch die vorhandene Moderationsfunktion in SmartView+ hat der Präsentationsleiter jederzeit die Zügel in der Hand und kann ein Chaos bei Präsentationen effektiv verhindern, was bei 50 Teilnehmern, die sich in SmartView+ gleichzeitig anmelden können, ein echter Vorteil ist. Alle Displays der neuen QMB- und QBB-Serie sind selbstverständlich MagicInfo ready, besitzen einen integrierten Mediaplayer, Office365-Anbindung, VMware, RDP-Verbindung. Neu ist der Custom Homescreen, mit welchem Sie Eingänge zulassen oder sperren können, ein DICOM-Simulation-Mode für medizinische Kongresse, der Director Mode und nun auch wieder das WiFi 2,4 und 5Ghz Netzwerk, sowie die integrierte Bluetooth-Verbindungsmöglichkeit. Im Gegensatz zur QBB-Serie verfügen die QMB-Display über einen zusätzlichen DisplayPort-Eingang, die bessere Lichtleistung und mit 16GB Speicher über mehr Platz für Ihre eigenen Inhalte. Die QBB- und QMB-Serien sind leider auch etwas teurer als die Vorgänger-Displays, wodurch Sie sich heute noch überlegen können, ob Sie all die neuen Funktionen benötigen, oder lieber noch auf die Vorgängergeräten aus diesem Artikel zurückgreifen wollen. Im Moment haben Sie meistens noch die freie Auswahl und können somit selbst bestimmen, für was Sie bezahlen möchten und welche Möglichkeiten Sie dann zur Verfügung haben.
 
Gerne stehen wir Ihnen bei allen Fragen zu diesem Thema zur Verfügung. Unsere Berater helfen Ihnen und beraten Sie ausführlich dazu. Kontaktieren Sie uns einfach über E-Mail, Live-Chat oder Telefon.